Riehm Gedenkkonzert

14. Februar 2027 / 19:00

Konzerthaus Berlin – Werner-Otto-Saal
Gendarmenmarkt 2
Berlin

Rolf Riehm (1937–2025) gehört zu den eigenständigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Als Komponist, Denker und Lehrer hat er Generationen von Musikerinnen geprägt und mit seinem sperrigem Werk Spuren in der Musiklandschaft hinterlassen. Wenn auch im Konzertleben zu Unrecht Rolf Riehm immer mehr aus dem Programm verschwand, war er doch für Musikerinnen stets eine der ganz wichtigen Impulsgeber. Seine formale Unwucht, wie er sie nannte, ist in der Musik einzigartig und unvergessliches Merkmal seiner Kompositionen.
Mit seinem Tod am 3. Januar 2025 ist der Musikwelt eine der ganz wichtigen, kritischen Stimmen verloren gegangen, die wie wenige andere für eine ethisch und ästhetisch wache Haltung in der Musik stand.

Zum ersten Todestag möchte das ensemble mosaik mit einem Konzert am 14. Februar 2026 im Konzerthaus Berlin Rolf Riehm würdigen und neben der zentralen Komposition Hawking von 1998 auch Stücke aus dem Früh- und Spätwerk präsentieren.
In den frühen 2000er Jahren widmete sich das ensemble mosaik erstmals der Musik Riehms und seiner unverwechselbaren Klangsprache. Besonders prägend war dabei der intensive Austausch mit Riehm: Er verstand das Ensemble immer als einen Raum des offenen Denkens und Hörens. Diese Haltung ist bis heute zentral für das Selbstverständnis des ensemble mosaik.

Der Abend wird nicht nur ein musikalisches Erinnern sein, sondern ein Dialog über Kunst und Verantwortung, über Intellektualität und Widerstand – jene Themen, die Riehms Werk so einzigartig und unverzichtbar gemacht haben und in Zeiten, wo Demokratie ins Wanken gerät, eine enorm wichtige Stimme der Intellektualität und Vielfalt bietet.

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