Der Preisträger Njabulo Phungula komponiert Musik, die sich durch Sensibilität und künstlerische Tiefe auszeichnet. Sie lädt zum Hören ein, öffnet Räume der Wahrnehmung und schafft eine intensive Beziehung zwischen Klang, Zeit und Zuhören. Was seine Arbeit außerdem bemerkenswert macht, ist die Fähigkeit, Komplexität und Unmittelbarkeit zu verbinden. Seine Werke werden in Südafrika, den USA und in ganz Europa aufgeführt, unter anderem vom Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche und dem International Contemporary Ensemble.
Die Werke der Förderpreisträgerin Raphaëlle Aoun beeindrucken mit klanglicher Raffinesse. Mit ihrer Musik möchte sie eine Verbindung zu den Zuhörern herstellen und zum Nachdenken sowie zum Dialog über die Rolle der zeitgenössischen Musik in der heutigen Gesellschaft anregen. Ihre Werke werden von renommierten Ensembles und Solisten aufgeführt, darunter das Ensemble Modern, das Ensemble Musikfabrik und das Ensemble LUX:NM. Sie absolviert derzeit ein Bachelorstudium im Fach Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge Komponist:innen für besonders qualitätvolle und neuartige Kompositionsansätze vergeben. Mit der Auszeichnung fördert die Akademie der Künste den kompositorischen Nachwuchs; seit 1992 zusätzlich auch Kompositionsstudent:innen.
Programm
Begrüßung: Manos Tsangaris, Komponist und Präsident der Akademie der Künste
Laudationes: Annette Schlünz, Komponistin und Mitglied der Sektion Musik der Akademie der Künste
Konzert:
Raphaëlle Aoun Neues Werk (UA, 2026), für Violine, Bratsche, Schlagwerk, Flöte und Klarinette
Njabulo Phungula like knotted strings (2022, rev. 2023), für Streichquartett
Njabulo Phungula the skin of the forest cradles the earth’s soul (UA, 2026), für 7 Musiker:innen (Violine, Bratsche, Violoncello, Klavier, Schlagwerk, Flöte, Klarinette)
Ferrucio Busoni Finnländische Volksweisen op. 27 zu 4 Händen (1888)
Ferrucio Busoni Serenata (in G minor) Op. 34 (1883), für Violoncello und Klavier
Besetzung
Kristjana Helgadóttir – Flöte; Christian Vogel – Klarinette; Roland Neffe – Schlagzeug; Ernst Surberg – Klavier; Chatschatur Kanajan – Violine; Malin Grass – Violine; Karen Lorenz – Viola; Mathis Mayr – Violoncello; Enno Poppe – Klavier
Eintritt frei

