Die Ausstellung “Stücke für Werke” des dänischen Künstlers und Komponisten Alexander Brix Tillegreenpräsentiert eine Reihe neu in Auftrag gegebener, ortssensitiver Klanginstallationen und musikalischer Werke, die als autonome künstlerische Arbeiten konzipiert sind und mit ausgewählten Werken aus der Sammlung des Museums koexistieren.
Tillegreens Projekt untersucht die Verbindungen, die entstehen, wenn Klang auf bildende Kunst und Architektur trifft und sich dadurch wechselnde Bedeutungsebenen und Wahrnehmungen ergeben. Für “Stücke für Werke” hat der Künstler zehn Klangwerke entwickelt, die sich auf ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung beziehen – von Skulpturen über Arbeiten auf Papier bis hin zu Gemälden. Im Februar wurden die Stücke in den Morphine Studios aufgenommen. Die Ausstellung wird mit einen Konzert durch ensemble mosaik eröffnet, mit dem er bei jedem einzelnen Stück eng zusammengearbeitet hat. Während der gesamte Zyklus beim Eröffnungskonzert präsentiert und später als Album veröffentlicht wird, verändern sich die Installationen über die Laufzeit der Ausstellung, wenn Kunstwerke in die Ausstellung aufgenommen oder aus ihr entfernt werden.
Besetzung:
Christian Vogel – Klarinetten, Ernst Surberg – Klavier, Roland Neffe, Schlagzeug, Karen Lorenz – Viola, Niklas Seidl – Violoncello, Arne Vierck – Klangregie, Christine Paté (Gast) – Akkordeon
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Alexander Tillegreen (1991) ist Komponist und bildender Künstler und arbeitet an der Schnittstelle von Klang, Bild und Raum. Seine Praxis umfasst mehrkanalige Klanginstallationen, performative und partizipative Hörformate sowie Malerei, Ausstellungen und Veröffentlichungen.
Zu seinen jüngsten und kommenden Aufträgen zählen Werke für Ensemble K!ART (DK), ensemble mosaik (DE), Riot Ensemble (UK) sowie für die Solisten Andreas Borregaard und David Bendix Nielsen.
2023 präsentierte er einen Zyklus neu beauftragter Werke bei den Darmstädter Ferienkursen und veröffentlichte sein Debütalbum in words beim deutschen Label Raster Media.
Derzeit ist Tillegreen Artist-in-Residence in London mit Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung. Zuvor war er Artistic Research Fellow am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, wo er zu den wahrnehmungsbezogenen, sprachlichen und verkörperten Dimensionen partizipativen Hörens forschte und sich intensiv mit Fragen der Psychoakustik auseinandersetzte.
Seine Arbeiten wurden unter anderem im Museum Tinguely (Basel), im Museum für Moderne Kunst (Frankfurt), in der Kunsthalle Darmstadt, im Kunstverein Göttingen, im FuturDome (Mailand) sowie im O–Overgaden Institute for Contemporary Art (Kopenhagen) gezeigt.
Seine Musik und Klangarbeiten waren bei Festivals wie dem CTM Festival, den Darmstädter Ferienkursen, den ISCM World New Music Days, den Nordic Music Days, Baltin Music Days, dem Roskilde Festival sowie im Berghain zu hören.

