Mit der 10. Ausgabe des Sommerfestivals Up to Three widmet sich das ensemble mosaik im Acker Stadt Palast den Legierungen von Elementen mit künstlerischen, klanglichen und gesellschaftlichen Verbindungen. Das Festival, das sich seit 2017 Formationen von bis zu drei Musiker*innen widmet, erforscht in diesem Jahr das Periodensystem als ästhetische und strukturelle Grundlage. Im Zentrum steht die Frage, wie musikalische, technische und soziale Elemente miteinander verschmelzen und neue Formen von Klang und Bedeutung erzeugen können.
An zwei Festivaltagen werden sieben neue Arbeiten und bestehende Stücke aufgeführt, ergänzt durch eine Kollektivimprovisation des Ensembles. Die eingeladenen Komponistinnen Elena Mendoza, Parham Behzad, Ilona Perger, Alessandro Massobrio, Gebhard Ullmann, Macarena Rosmanich, Boris Filanovsky und Marisol Jimenez entwickeln Werke, die von der Idee der Legierung inspiriert sind: der Verbindung von maximal drei Elementen zu neuen musikalischen Stoffen. Dabei gehen auch die Musikerinnen und Komponist*innen neue Legierungen ein.
Das Festival versteht sich als Laborformat: In enger Zusammenarbeit zwischen Komponist*innen und Musiker*innen entstehen Studien, Experimente und Diskussionen, die in zukünftige Projekte einfließen können. Neben den Live-Konzerten vor Ort wird das Programm via Webradio international verbreitet und von der Stimmkünstlerin Nina Guo live moderiert. Up to Three verbindet künstlerische Forschung, Werkstattcharakter und publikumsoffene Präsentation – ein konzentriertes Beispiel für die interdisziplinäre und kollaborative Arbeitsweise des ensemble mosaik.
Gastperformer*innen: Nina Guo, Esther Ropon, Angela Postweiler, Gebhard Ullmann – Bassklarinette
Kompositionsaufräge: Elena Mendoza, Parham Behzad, Ilona Perger, Alessandro Massobrio, Gebhard Ullmann, Macarena Rosmanich, Marisol Jimenez, Boris Filanovsky
ensemble mosaik
Kristjana Helgadottir – Flöte, Simon Strasser – Oboe, Christian Vogel – Klarinette, Martin Losert – Saxophon, Ernst Surberg – Klavier, Roland Neffe – Schlagzeug, Chatschatur Kanajan – Violine, Karen Lorenz – Viola, Mathis Mayr – Cello, Niklas Seidl – Cello, Arne Vierck – Klangregie
19:00 Uhr
Boris Filanovsky: Zero Valence (Ne, Kr, Rn) (UA 2026)
für zwei Celli, ca. 8′
Kristine Tjøgersen: Bubbles (2012)
für zwei Holzbläser:innen, ca. 8′
Pablo Garretón: Co (2026)
für Oboe, Synthesizer, Bratsche und Elektronik, ca. 15′
Gebhard Ullmann: MetallMaschinen (Cr, Fe) (UA 2026)
für Bassklarinette, Schlagzeug, Cello und Elektronik
20:30Uhr
Alessandro Massobrio: H + He (2026)
für Saxophon, Violine und Cello
Christoph Ogiermann: Der unbewegte Beweger (2018)
für drei Performer:innen
Esaias Järnegard: fragments of a broken order (2022)
für Percussion, Violine und Cello, ca. 15′
Macarena Rosmanich: Umbral Ti + Ni (2026)
für Saxophon, Percussion und Violine
Live Performance “The Entertainment” by Nina Guo @cashmere radio
Gefördert durch die initiative neue musik berlin e.V.

